FASCHING

the series was part of the MEGA BLISS show at ARTBITS GALLERY and will be shown
( along with images from the SCAPEGOAT  series )  at the WHITE SALON in vienna’s  VOLKSTHEATER  from the 05th of september 2015.

03
Fasching 4, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm Alu-Verbund
56,7 x 73,1 cm
Edition 5 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt

 

02
Fasching 2, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm Alu-Verbund
56,7 x 73,1 cm
Edition 5 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt

 

04

Fasching 3, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm Alu-Verbund
73,1 x 56,7 cm
Edition 5 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt

 

01

Fasching 1, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm Alu-Verbund
56,7 x 73,1 cm
Edition 5 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt

 

Volkstheater_Fasching-676x888

 

 

 

01

Scapegoat 1, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm FOREX
45 x 55 cm
Edition 10 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt , Passepartout

 

02

Scapegoat 2, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm FOREX
45 x 55 cm
Edition 10 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt , Passepartout

 

03

Scapegoat 3, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm FOREX
45 x 55 cm
Edition 10 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt , Passepartout

 

04

Scapegoat 4, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm FOREX
45 x 55 cm
Edition 10 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt , Passepartout

 

05

Scapegoat 5, 2015
Digitaler Pigmentprint auf Fine Art Papier, kaschiert auf 3 mm FOREX
45 x 55 cm
Edition 10 + 1 A.P. + 1 P.P. gerahmt , Passepartout

 

Bernd Preiml: Sündenböcke

Rasend viel zu tun sei in der Faschingszeit, klagt Raimund Wazurak, „alle wollen in ihrer Maskerade aufgenommen werden“. Und auch sonst: „Feste, Bälle, Hochzeit, Fronleichnam, Taufe und Tod, viel zuviel für mich …“ Die Leiden des Porträtfotografen, der endlich seinen Plunder loswerden, sich befreien will. Wie es wohl jenem Kollegen erging, dessen Nachlass eines Tages in einem Wiener Müllcontainer lag? Die Glas-Negative (S/W) stammen aus den 30er und 40er-Jahren, Passfotos von Menschen, die zumindest Pässe hatten und real waren. Stolze Haltungen mit NS-Hintergrund.
Der in Wien lebende Künstler Bernd Preiml hat diese Negative gefunden und in sein Atelier mitgenommen. Er hat damit am Schneidetisch seinen eigenen Fasching gefeiert, Missbrauch getrieben mit diesen verdächtigen „Sündenböcken“ (so der Titel der Serie). Aus jeweils drei, vier realen Gesichtern und kleinen Verkleidungsattributen ist eine neue groteske Gesichtsmaske entstanden, eine aus Sicht des Foto-Manipulators noch viel realere aus dem wirklichen Österreich, handkoloriert und mit Patina versehen. Auf ihre Weise stilvoll und herausfordernd, das Geheimnis ihrer Identität verschweigend, die Phantasie kitzelnd.
Durch diese bisher unveröffentlichte Serie auf Bernd Preiml aufmerksam geworden, hat Fasching-Regisseurin Anna Badora den Künstler um ein weiteres Bild gebeten: um das fiktive Gegenüber dieser vermeintlichen Täterfiguren. Herausgekommen ist eine neue Serie einschließlich dem Plakatsujet zu Fasching – der gewaltsam verklebte, verkleisterte und verschnürte Kopf eines androgynen Wesens. Im Weißen Salon hängen sie nun in einem Raum gegenüber, in der gleichen Täter-Opfer-Umklammerung, die auch die Vorlage von Gerhard Fritsch auszeichnet.

Roland Koberg

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